|
|
 |
Geschichte des Sozialdienst katholischer Frauen
Ortsgruppe Kempen
-Wandel und Entwicklung der Tätigkeitsbereiche des Kath. Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder (KFV) und die heutige Arbeit des SKF-
1909 - 1929
Der Ortsverein Kempen des KFV, gegründet von Emilie Horten und der Mitbegründerin Wilhelmine Meckel, widmet sich in seinen Anfangsjahren dem Schutz und der Rettung sittlich gefährdeter Mädchen und Frauen, sowie der verwahrlosten Jugend. Mitglieder des Vereins übernahmen Vormundschaften.
Aus christlicher Nächstenliebe heraus kümmerten sich Damen, meist Lehrerinnen, ehrenamtlich um Frauen und Kinder in Notsituationen, die ihnen bekannt wurden.
1925 änderte sich dieses Bemühen zugunsten der planmäßigen Arbeit. Das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz bewirkte die Errichtung von Jugendämtern und der KFV bemühte sich sofort erfolgreich um eine Zusammenarbeit und übernahm auf Bitte des Jugendamtes die Mitwirkung bei Vormundschaften, Fürsorgeerziehung, Schutzaufsicht, Jugendgerichtshilfe und in der Gefährdetenfürsorge.
1930 - 1949
Durch die NS-Zeit und den zweiten Weltkrieg erweiterte sich das Aufgabengebiet auf die Betreuung von Flüchtlingen, Familien in Notwohnungen und die Fürsorge von Kriegswaisen. Es werden zwei hauptamtliche Fachkräfte angestellt die mit dem Jugendamt und der Caritas eng zusammenarbeiten.
1950 - 1969
In den 50er Jahren erhält der KFV zusätzliche Unterstützung aus dem Bundesjugendplan. Die Betreuung besonders gefährdeter Personen und die Arbeit mit kinderreichen Familien kann zunächst ausgebaut werden. Nach einem Personalmangel Anfang der 60er Jahre beginnt Frau Hartmann 1964 ihren fast 25jährigen Dienst als hauptamtliche Fürsorgerin. Sie und einige ehrenamtliche Kräfte sorgen nun für den Ausbau der Betreuung von Straffälligen und deren Familien sowie für die Betreuung von Pflegekindern, Kindern in öffentlicher Erziehung und Hilfen für psychisch Kranke. Im November 1968 ändert der Katholische Fürsorgeverein seinen Namen in Sozialdienst katholischer Frauen e.V..
1970 - 1990
In den 70er Jahren erfährt der Verein grundsätzliche Neuerungen: Die Fürsorge ändert sich in methodische Sozialarbeit, Klienten werden in die Verantwortung für den Hilfsprozeß mit eingebunden und es entsteht eine partnerschaftliche Beziehung. Zwei weitere hauptamtliche Fachkräfte können eingestellt werden.
1991 - 2003
Die derzeitige erste Vorsitzende Frau Mertens wird 1991 gewählt. 1992 übernimmt der SKF Kempen zusammen mit dem SKF Viersen die Trägerschaft für das Frauenhaus in Viersen.
1997 wird die Mitgliedschaft von Frauen anderer christlicher Konfessionen in der allgemeinen Satzung des Zentralverbandes zugelassen. 1998 kann in Zusammenarbeit mit dem SKM und dem MHD ein Möbellager eingerichtet werden.
Heute liegen die Schwerpunkte in der Familien- und Jugendhilfe, der Beratung von Frauen und Kindern in besonderen Konfliktsituationen (Frauenhaus), der Beratung und Begleitung von Alleinerziehenden, der sozialen Gruppenarbeit und den Betreuungen. Ein wesentlicher Faktor ist die fortwährende Gewinnung und Begleitung dieser ehrenamtlichen Betreuer. |
 |
|