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Soziale Gruppenarbeit
Allgemeines
Die Soziale Gruppenarbeit ist eine Hilfe zur Erziehung und konzipiert als ein Mittel, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken.
Seit 1994 bietet der Sozialdienst katholischer Frauen in Kempen in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Viersen die Soziale Gruppenarbeit an.
Die psychosozialen Belastungen von Familien haben in den letzten Jahren zugenommen. Viele Kinder werden mit der Trennungs-Scheidungsproblematik konfrontiert und somit auch mit dem erhöhten Risiko, dass familiäre Bindungen nicht von Dauer sind.
Kindererziehung wird zum Drahtseilakt:
- Argumentieren und Verhandeln statt Anordnen und Kontrollieren?
- Welche Wertvorstellungen sollen noch vermittelt werden?
- Welche Grenzen dürfen noch gesetzt werden?
Hoher Leistungsdruck lastet auf den Kindern. Sollen sie doch mindestens das Abitur machen, damit ihre Zukunft gesichert ist. Die Schwierigkeiten in der Verständigung zwischen Familie und Schule nehmen zu. Die Wohnbedingungen in den Städten sind nicht kindgerecht. Viele Eltern sind stark belastet durch Anforderungen aus der Arbeitswelt.
Diese Faktoren begünstigen, dass jede Familie in Krisen und Konflikte geraten kann und mit außergewöhnlichen Belastungen konfrontiert wird, die sie alleine nicht zu bewältigen vermag.
Kinder, denen es nicht gut geht bekommen oft Entwicklungsprobleme. Sie versuchen nach ihren Möglichkeiten, eine Lösung zu finden oder setzen sich mit ihren Mitteln zur Wehr:
- reagieren aggressiv
- halten sich nicht an Regeln; akzeptieren keine Grenzen
- können ihre Freizeit nicht sinnvoll gestalten
- ziehen sich zurück
- haben Schwierigkeiten, Sozialkontakte zu knüpfen, zu pflegen und zu erhalten
- verweigern Leistung; sträuben sich, Anforderungen zu erfüllen (z.B.: Schule schwänzen)
- stottern
- machen ins Bett
- essen zu viel oder zu wenig
Mit diesen Auffälligkeiten geben sie Signale, die richtig zu deuten Aufgabe der Eltern, aber auch der Jugendhilfe ist.
Ziele
Die Ziele der Sozialen Gruppenarbeit sind vielseitig und individuell. Sie wurden von Frau Engels zusammen mit den Kindern / Jugendlichen, deren Eltern und den Mitarbeitern des Jugendamtes erarbeitet:
- Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen
- Entschärfung bzw. Lösung von Konflikten im Elternhaus, Schule und Umfeld
- Erwerb sozialer Kompetenz, z. B. sich in der Verbund der Gruppe einfügen
- Gemeinsam aufgestellte Spielregeln einhalten
- Anderen zuhören und zu Ende reden lassen
- Sich auseinandersetzen ohne Körpereinsatz
- Kontaktaufbau zu Gleichaltrigen
- Stärkung des Selbstwertgefühls
Arbeitsformen
Um diese Ziele zu erreichen werden unterschiedliche Angebote gemacht:
Gruppenarbeit einmal wöchentlich:
- Konkrete Themenbearbeitung, z. B. Trennung / Scheidung der Eltern, Ausländerfeindlichkeit
- Hilfen bei der Rollenfindung mit den typischen Pubertätsproblemen
- Konzentrationsübungen
- Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen
- Videoprojekte
- Interaktionsübungen
- Anregungen zu sinnvoller Freizeitgestaltung
- Gemeinsame Unternehmungen, z. B. Schwimmen, Eislaufen
- Beratung und Begleitung durch regelmäßige Hausbesuche
- Einzel-, Eltern- und Familiengespräche
- Ermutigung und Unterstützung der Eltern zu einer konsequenten Erziehungshaltung
- Gemeinsame Schulgespräche und schulische Förderung
- Zusammenarbeit mit beteiligten Institutionen, z. B. Schulen, Erziehungsberatungsstellen
- Regelmäßige Hilfeplangespräche mit dem Jugendamt
Zuständigkeitsbereich
Kreis Viersen. Der Antrag wird beim zuständigen Jugendamt gestellt.
Sprechstunden
Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung
SkF-Kempen, Tel.: 02152 / 2387
Ansprechpartnerin
Jeanette Engels, Dipl. Sozialpädagogin, Spieltherapeutin |
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